Wie lebst Du? Lebst Du nachhaltig?

In manchen Kreisen kann man ein Salami‐Brötchen nicht mehr ohne schlechtes Gewissen essen – zu kritisch wird man wegen des Fleischkonsums von der Seite angesehen.

In anderen Kreisen herrscht eher eine „Jetzt erst recht“‐Einstellung – als Vegetarier am Buffet wird man als die Spaßbremse Nr. 1 betrachtet.

Warum lassen sich erwachsene Menschen emotional davon beeinflussen, ob jemand neben ihnen Fleisch isst? Warum regen sie sich darüber auf, mit welchem Auto jemand zum Bio‐Einkauf fährt (oder dass man da überhaupt mit dem Auto hinfährt!)?

Vielleicht bildet man sich auch nur ein, dass man sich in den Augen anderer jetzt irgendwie falsch verhält. Ethisch falsch. In jedem Fall ist wie wir leben, also unsere Lebensstile, längst nicht mehr selbstverständlich privat. Alles ist global vernetzt. Auf wirren (aber nicht verrückten) Ursache‐Wirkung‐Zusammenhängen, verursacht unsere Salami Dürren in Afrika und bringt dadurch Menschen zum Hungern, verursacht das dicke Auto Überschwemmungen in Bangladesch und bringt dadurch Menschen um ihre Wohnorte.

Natürlich nicht direkt.

Aber irgendwie sind wir mit unserer Lebensweise mit verantwortlich. Was heißt es, nachhaltig zu leben? Woher wissen immer alle, was man darf und was nicht? Worum geht es eigentlich? Welche Kriterien werden angelegt? Und wo spielen eigentlich die Lebensfreude, der gegenseitige Respekt, die Freiheit und die Menschenwürde bei der ganzen Debatte eine Rolle – diese hohen Güter, welche wir uns über Jahrhunderte hinweg hart erarbeitet haben?

Workshop im Sommersemester 2012, Professional Center der Universität zu Köln, Samstag, 12.05.2012

Ein paar Inspirationen gibt’s hier >

Zeitraffer